Ich habe oft gelesen, dass Epoxidharz nach einer gewissen Zeit dazu neigt, Risse zu bekommen. Wie kann man das am besten verhindern?
Ist der Plan, zuerst den Holzgrundkörper mit Epoxidharz zu beschichten und dann die Styroporrückwand noch einmal zu beschichten, der richtige Weg? Und kann das Epoxidharz bewirken, dass andere Stoffe nicht mehr so gut darauf haften?
Epoxidharz bekommt in der Regel nur dann Risse, wenn sich der Untergrund bewegt oder das Harz falsch angemischt wurde. Wird alles sauber und fachgerecht verarbeitet, entstehen normalerweise keine Probleme.
Wichtig ist vor allem, dass alle Ecken und Übergänge sorgfältig mit Glasfasermatten ausgekleidet werden – idealerweise mit 2 bis 3 Schichten. Dadurch wird die Konstruktion deutlich stabiler und dauerhaft belastbar.
Zusätzlich empfiehlt es sich, in die letzte Harzschicht etwas Quarzsand einzustreuen. Das sorgt für eine bessere Oberfläche um darauf dann wieder halt zu bekommen um Diverse Kleber aufzutragen.
Hier mal ein Shop, den Empfehle ich schon seit mehr als 10 Jahren: https://shop.breddermann-kunstharze.de/Aquaristik-Ter…ng/?language=de
Hier mal ein Bild zur Illustration:
Ist der Plan, zuerst den Holzgrundkörper mit Epoxidharz zu beschichten und dann die Styroporrückwand noch einmal zu beschichten, der richtige Weg? Und kann das Epoxidharz bewirken, dass andere Stoffe nicht mehr so gut darauf haften?
Nein, das wäre eher unsinnig. Sinnvoller wäre folgender Aufbau:
Zuerst die OSB-Platten ordentlich versiegeln und anschließend Styropor oder Styrodur aufbringen. Danach kannst du alles in die gewünschte Form modellieren – entweder mit einem Messer oder per Heißluft.
Im nächsten Schritt sollten mindestens 3–5 Schichten Flexkleber (Fliesenkleber) aufgetragen werden, damit die Oberfläche stabil und langlebig wird. Anschließend kommt Hypertufa darüber (einfach mal die Forensuche dazu nutzen 😉).
Damit erhältst du am Ende eine natürliche und „lebende“ Rückwand, die nicht nur stabil ist, sondern auch optisch richtig gut wirkt.
Zu dem Teichfilter wäre meine Frage, ob der zu stark für mein 300-Liter Becken ist. Ich habe mich mal bei einem Fachhandel für Aquarien informiert, und die meinten, dass ein normaler Außenfilter das Richtige ist und so ein Teichfilter viel zu stark für das kleine Becken sei.
Ist außer einem Filter und gegebenenfalls eine Heizung noch etwas für den Wasserbereich nötig?
Muss ich beim Ersten einrichten des Beckens auf irgendwas achten? Beispielsweise eine Einlaufphase oder Wasseraufbereitung?
Also, zu stark kann so ein Filter eigentlich kaum sein. Ich habe bei mir alles mit PVC-U (20 mm) verrohrt und dazwischen Absperrhähne verbaut. Damit kann man die Durchflussmenge bei Bedarf ganz einfach regulieren.
Zum Thema Heizung: Über die Jahre habe ich festgestellt, dass man sie meistens gar nicht braucht. Hast du eine Fußbodenheizung im Zimmer? Dann reicht das in vielen Fällen schon völlig aus.
Und ganz wichtig beim Wasser: Bitte keine Mittel aus der Aquaristik verwenden – also keine Wasseraufbereiter, Wasserklar-Produkte, Algenschutzmittel oder ähnliche Zusätze. Einfach nur normales Wasser, ohne irgendwelche Zusätze. Die Wasseragamen baden darin, trinken davon und machen auch ihr Geschäft im Wasser. Deshalb sollte es so natürlich wie möglich bleiben.
Letzte Frage wäre, ob es bei meiner Benebelungsmaschine (in meinem Fall der Tau360 Luftbefeuchter) Sinn macht, etwas anderes als Leitungswasser zu verwenden, wegen dem ganzen Thema rund um Kalk. Ich habe einmal gelesen, dass Osmosewasser schädlich für die Tiere sein soll. Bei destilliertem Wasser bin ich mir nicht sicher, wie gut das für das Tier ist.
Ihr merkt vielleicht, dass ich bei den Fragen sehr ins Detail gehe und aus dem ganzen Thema vielleicht ein bisschen eine Raketenwissenschaft mache. Jedoch ist es mir hier einfach extrem wichtig, so wenig Fehler wie möglich zu machen,
Vernebler sind bei Wasseragamen eher weniger geeignet. Ich hatte selbst mal einen im Einsatz, aber wirklich überzeugt hat er mich nicht. Die Luftfeuchtigkeit steigt zwar kurzfristig an, allerdings verpufft der Effekt durch die starke Beleuchtung meist sehr schnell.
Sinnvoller wäre eine gute Regenanlage in Kombination mit üppiger Bepflanzung, einem Wasserfall und einem großzügigen Wasserbecken. Das Becken darf ruhig etwa 1 m × 1 m groß sein – also ungefähr die Hälfte der Grundfläche ausmachen.
Außerdem solltest du unbedingt Osmosewasser verwenden. Das ist deutlich keimärmer. Früher, als die Reptilien-Community in den Foren noch sehr aktiv war (leider gibt es viele davon heute nicht mehr), wurden Vernebler sogar oft als „Keimschleudern“ bezeichnet. Unter ungünstigen Bedingungen können sie wohl auch Atemwegs- bzw. Lungenprobleme begünstigen.
Wichtig wären jetzt erstmal deine genauen Maße. Ich verstehe deine Angaben aktuell so:
Terrariumgröße (L × B × H): 240 × 150 × 100 cm
Falls das korrekt ist, wäre das leider deutlich zu klein. Das Mindestmaß für Wasseragamen liegt eher bei 200 × 100 × 200 cm (L × B × H), wobei Höhe hier besonders wichtig ist.
Und nein – deine „Raketenwissenschaft“ ist absolut berechtigt. 😄 Genau durch solche Fragen bekommt man Hintergrundwissen und erfährt wichtige Details, die später entscheidend sein können. Also ruhig immer weiter fragen!